Der Verein
Lerne den Verein EnFemme kennen.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 ist EnFemme ein wichtiger Zufluchtsort für Menschen, die das Bedürfnis spüren, sich in weiblicher Form auszudrücken – ein sicherer Raum, in dem sie Verständnis, Unterstützung und ein Gefühl von Gemeinschaft finden. Jedes Jahr gehen mehr als 100 Menschen durch ihre Türen, auf der Suche nicht nur nach einem Treffpunkt, sondern auch nach einer Quelle persönlichen und gemeinschaftlichen Wachstums.
In ihren ersten Jahren entstand EnFemme mit dem Konzept eines „großen, gemeinsamen Kleiderschranks", der die Privatsphäre derjenigen respektierte, die einen diskreten und vertraulichen Raum brauchten. Mit der Zeit hat sie sich jedoch zu einer Organisation entwickelt, die sich für die Sichtbarkeit und Normalisierung der trans* Community einsetzt und zu einer Referenz in der Gesellschaft geworden ist. Durch ihre beständige Arbeit hat EnFemme erreicht, dass öffentliche Institutionen die Rechte der Community anerkennen und rechtliche und soziale Verbesserungen fördern, die Inklusion und Respekt begünstigen.
EnFemme ist stolz darauf, eine gemeinnützige Organisation zu sein – eine Pionierin nicht nur in Spanien, sondern auch international, als einer der wenigen Vereine dieser Art in der westlichen Welt. Ihre Mission ist von Anfang an klar: einen Raum umfassender Unterstützung für trans* Menschen zu bieten, einschließlich Crossdresser, Transvestiten und Transgender-Personen, in dem sie ihre Weiblichkeit frei und sicher erkunden und leben können.
Auch heute ist EnFemme eine Referenz für alle, die sich stärken, mit anderen Menschen der Community verbinden und mehr über Feminisierung lernen möchten. Durch Workshops, Aktivitäten und kontinuierliche Unterstützung entsteht ein dynamisches und bereicherndes Umfeld, in dem jedes Mitglied wachsen, Erfahrungen teilen und die eigene Identität stärken kann.
Wenn du einen Ort der Unterstützung, Freundschaft und persönlichen Entwicklung suchst, ist EnFemme der ideale Ort. Wir sind da, um dich auf deinem Weg zu begleiten, damit du deine Weiblichkeit authentisch und erfüllt leben kannst. Zögere nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen; wir empfangen dich mit offenen Armen.
Unsere Mission
- Einen sicheren Ort bieten, um Kleidung aufzubewahren und sich umzuziehen.
- Psychologische Unterstützung durch unsere Therapiegruppen für trans* Menschen und ihre Angehörigen anbieten.
- Ein soziales Leben ermöglichen durch unsere wöchentlichen Treffen und die verschiedenen Aktivitäten und Ausflüge, die wir regelmäßig organisieren.
- Ressourcen anbieten, um die Fähigkeiten zu entwickeln, die wir in unserer Kindheit nicht gelernt haben, wie Haltungs- und Sprachtraining oder die Workshops zur Stimmfeminisierung oder zum Schminken.
Geschichte von En Femme
EnFemme: Geschichte eines Zufluchtsorts für die Crossdresser- und Trans-Community*
EnFemme entstand am 4. Mai 2006 auf Initiative von Victòria Mallafré, die im Alleingang einen Treffpunkt für Crossdresser eröffnete. Die Nachricht verbreitete sich schnell über die sozialen Netzwerke, und innerhalb weniger Monate bildete sich eine wachsende Gruppe von Mädels, die den Wunsch teilten, sich in weiblicher Form auszudrücken.
Von Anfang an verfolgte EnFemme eine Philosophie der offenen Türen, sodass alle Crossdresser Zugang zu dem Raum hatten. Das ermöglichte ein aktives soziales Leben mit wöchentlichen Treffen, Themenpartys und Ausflügen auf die Straße, die bald zu wiederkehrenden Aktivitäten wurden. 2007 begannen auf Initiative von Judit Juanhuix die Ausflüge auf die Straße, zunächst nachts, wobei die Erfahreneren die Schüchterneren begleiteten. Mit der Zeit wurden die Ausflüge selbstbewusster und schlossen Orte wie die U-Bahn, Kinos und andere öffentliche Treffpunkte ein.
EnFemme suchte auch den Kontakt zu anderen trans* Gruppen, nahm an Veranstaltungen teil und lernte die Vielfalt der Geschlechtsidentitäten kennen. 2009 wuchs der Verein, mit einer Anzahl von Schließfächern und Schränken, die die Erweiterung seiner Mitgliedschaft widerspiegelte. Außerdem schlossen sie sich der internationalen Kampagne Stop Transpatologization an, die für die Entpathologisierung der Transsexualität kämpfte.
2010 führte EnFemme neue Initiativen ein, wie eine Therapiegruppe mit der Psychologin Sore Vega, damit die Mitglieder ihre Ängste, Erwartungen und Beziehungen teilen konnten. Auch eine junge Visagistin, Dafni Cocó, kam dazu und führte die Teilnehmerinnen in die Kunst des Schminkens und der Feminisierung ein.
2012 arbeitete die Anthropologin Alba Barbé mit EnFemme für ihre Doktorarbeit zusammen, aus der ein Porträt der Crossdresser-Szene in Barcelona entstand. Von da an wurde der Verein zu einer Referenz für Studierende, Journalist:innen und Fachleute, die Geschlechtsidentität und die trans* Community verstehen wollten.
2014 startete EnFemme die monatlichen Abendessen, die schnell zu einem sehnlich erwarteten Ereignis wurden, während 2015 die Abendessen am Strand im Sommer begannen. Außerdem brachte der Verein Änderungsanträge zum LGTBI-Rechtegesetz im katalanischen Parlament ein und nahm an parlamentarischen Ausschüssen teil, in denen er Geschlechtsidentität und -ausdruck als Menschenrechte verteidigte.
Am 16. Juni 2017 stand EnFemme im Mittelpunkt des Dokumentarfilms EnFemme/ El Documental von Alba Barbé, der auf TV3 ausgestrahlt wurde und 300.000 Zuschauer:innen erreichte.
Trotz der Herausforderungen der Pandemie bleibt EnFemme eine Referenz für die Crossdresser- und Transvestiten-Community Barcelonas und feiert mehr als 15 Jahre ihres Bestehens – mit dem Blick in die Zukunft und dem Versprechen, weiterhin ein sicherer und stärkender Raum für alle zu sein, die sich authentisch ausdrücken möchten.